In den letzten Jahren hat sich die Zahnmedizin beim Pferd stark weiterentwickelt und ist wie in der Human-Medizin zu einem eigenen Spezialgebiet herangewachsen. Es ist ein Bewusstsein entstanden, dass ein ausbalanciertes Gebiss und gesunde Zähne zu einem großen Anteil zum Wohlbefinden und auch der Leistungsfähigkeit Ihres Pferdes beitragen.
Mit dem Computertomographen untersuchen wir das komplexe Pferdegebiss exakt und präzise. So können wir schnell entscheiden, ob eine Operation notwendig ist. Bei Bedarf erstellen wir anhand der feinen Schnittbilder genaue Messungen, um den idealen OP-Plan für Ihr Pferd zu entwickeln.
Wir verfolgen in der Pferdeklinik Seeburg aber auch den Grundsatz der Prävention: viele Zahnfrakturen können verhindert werden, wenn man die Probleme früh genug erkennt und diese mit modernster Technik frühzeitig korrekt behandelt.
Die Pferdeklinik Seeburg bietet das komplette Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, mit denen wir das Gleichgewicht im Maul und damit das Wohlbefinden Ihres Pferdes wieder herstellen können.
Leistungen in der Zahnheilkunde:
Unserer Pferdeklinik kann sämtliche Bereiche der Chirurgie nach den neuesten Standards der modernen Pferdemedizin abdecken.
Unser Team aus hochspezialisierten und zum Teil europaweit ausgebildeten Chirurgen ist für Ihr Pferd und Sie 24/7 mit Freude, Kompetenz und Leidenschaft einsatzbereit.
Neben dem gesamten Repertoire der gängigen „klassischen“ Operationen wie z.B. Kastrationen, Wundversorgungen, Griffelbeinoperationen u.v.m. liegt unser besonderer Fokus zum Wohle der Patienten und im Sinne einer schnelleren und komplikationslosen Rekonvaleszenz auf möglichst minimalinvasiven Operationstechniken. Während dies vor allem im Bereich von Gelenken, Sehnenscheiden und Schleimbeuteln aber auch zum Teil bei Bauch- und Brusthöhleneingriffen mittels kameragestützter Chirurgie gängiger Standard ist, bietet unsere Klinik dies auch in weiteren Bereichen an. So kommen bei spezifischen Knochenoperationen (z.B. subchondrale Knochenzysten, bestimmte Frakturversorgungen, …) CT-gestützte Techniken – ggf. mit Verwendung eines speziellen Zielgerätes – zum Einsatz. Bei speziellen Indikationen greifen wir natürlich auch auf die Kombination mehrerer Verfahren (z.B. CT- und kameragestützte Chirurgie) zurück.
Für Fragen und weiter Informationen steht Ihnen unser Team sehr gerne zur Verfügung – Sprechen Sie uns bitte gerne an!
In den letzten Jahren hat sich die Augenheilkunde beim Pferd zu einem hochspezialisierten Fachgebiet entwickelt. Augenerkrankungen sind nicht nur schmerzhaft, sondern können auch das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und den sicheren Umgang mit dem Pferd erheblich beeinträchtigen. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung sind daher entscheidend, um das Sehvermögen zu erhalten und Komplikationen zu vermeiden.
Im Augenzentrum der Pferdeklinik Seeburg verbinden wir modernste Diagnostik mit fortschrittlichen therapeutischen Verfahren. Wir bieten das komplette Spektrum der Pferdeaugenheilkunde – von Vorsorgeuntersuchungen bis hin zu komplexen mikrochirurgischen Eingriffen. Dank modernster Geräte und bildgebender Verfahren können wir selbst feinste Veränderungen am Auge präzise darstellen. So gelingt es uns, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Viele Augenerkrankungen können erfolgreich therapiert werden, wenn sie rechtzeitig diagnostiziert werden.
Leistungen in der Augenheilkunde
Im Augenzentrum der Pferdeklinik Seeburg legen wir größten Wert auf eine sorgfältige Diagnostik, individuell abgestimmte Behandlungskonzepte und eine einfühlsame Betreuung unserer Patienten – für den Erhalt des Sehvermögens und die Lebensqualität Ihres Pferdes.
Die Innere Medizin untersucht und behandelt Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, des Atmungsapparates, des Magen-Darm-Traktes, des zentralen Nervensystems, des Stoffwechselapparates (Leber, Nieren) sowie der Haut.
Wir beurteilen und behandeln alle Organsysteme nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dazu analysieren wir Blut- und Kotproben, führen Biopsien durch und untersuchen Abstriche. Mit der Endoskopie betrachten wir gezielt Bronchien, Luftsäcke, Nasengänge, den Kehlkopf und den Magen. Die Lunge untersuchen wir zusätzlich mit Ultraschall und Röntgen.
Die Bauchhöhle und das Becken prüfen wir durch rektale Untersuchung und Ultraschall. Bleibt eine Diagnose aus, beispielsweise bei wiederkehrenden Koliken, führen wir eine Bauchhöhlenspiegelung am stehenden Pferd durch, um den gesamten Bauchraum umfassend zu untersuchen.
Beim Kauf eines Pferdes ist wichtig das Tier tierärztlich auf Mängel untersuchen zu lassen, um das Risiko einer späteren Erkrankung zu minimieren. Die Ankaufsuntersuchung besteht in der Regel immer aus einem „klinischen“ Teil. Hier werden vom Tierarzt sämtliche Organsysteme untersucht. Dazu gehören u.a. die Augen, das Herz-Kreislaufsystem inklusive Belastungstest und der Bewegungsapparat mit Beuge- und Provokationsproben. Es besonders wichtig schon geringe Taktunreinheiten zu erkennen, aus denen sich später eine Lahmheit entwickeln kann.
Ein weiterer, von den meisten Käufern oder Verkäufern gewünschter Bestandteil der Kaufuntersuchung ist die Röntgenuntersuchung des Bewegungsapparates. Sie dient der Früherkennung von Schäden, die zu Lahmheiten führen können wie z.B. Gelenkchips. Die Röntgenbilder sind digital, d.h. sie können sofort eingesehen, mitgegeben oder versandt werden.
Außerdem können nach Wunsch oder bei Verdacht auf krankhafte Veränderungen nach Absprache weiterführende Untersuchungen wie z.B. Blutuntersuchungen, Endoskopien oder Herzuntersuchungen durchgeführt werden.
Die Orthopädie spielt in der modernen Pferdemedizin eine zentrale Rolle und stellt ein Hauptschwerpunkt unserer Klinik dar. Unsere Tierärzte /-innen mit orthopädischem Schwerpunkt arbeiten stets im engen Austausch zusammen und sind bestrebt innovative, hochwertige und fortschrittliche medizinische Techniken und Behandlungsmethoden anzuwenden.
Wir verfügen über eine große Expertise im Bereich der bildgebenden orthopädischen Diagnostik und können auf ein großes Repertoire an Fortbildungen (z.B. ISELP Kurse, CT, MRT) zurückgreifen. Regelmäßig teilen wir unsere Erfahrungen als Instruktoren bei diversen Fortbildungsveranstaltungen.
Bei der Lahmheitsuntersuchung wird das Pferd sowohl im Stand als auch in der Bewegung auf hartem und/ oder weichem Boden untersucht. Mittels künstlicher Intelligenz (KI) kann eine zusätzliche Bewegungsanalyse durch Anwendung der SLEIP-App durchgeführt werden. Hierfür wird die Bewegung des Pferdes unter definierten Bedingungen aufgezeichnet und Asymmetrien im Bewegungsablauf dokumentiert. Beugeproben können einen latenten Schmerz verdeutlichen bzw. eine schmerzverursachende Region lokalisieren.
Diagnostische Anästhesien (örtliche Betäubung) werden als Leitungsanästhesien oder weiterführend als lokale Anästhesie von Gelenken, Sehnenscheiden oder Infiltrationen zur weiteren Lokalisierung der lahmheitsverursachenden Region angewandt. Im Anschluss sind meist bildgebende Verfahren notwendig, um festzustellen ob und in welchem Ausmaß krankhafte Veränderungen vorliegen. Dabei stehen zunächst Röntgen und Ultraschall im Vordergrund. Das Röntgenbild liefert wertvolle Informationen über knöcherne Strukturen. Bei der Ultraschalluntersuchung können Weichteilstrukturen wie Sehnen, Sehnenscheiden, Muskeln, Bänder sowie Knochenoberflächen dargestellt werden.
Bei fraglichen oder mit klassischen bildgebenden Verfahren nicht sichtbaren Befunden werden zur weiteren Detaildarstellung und Prognosefindungen auch die Computertomographie (CT) und die Kernspintomographie (MRT) eingesetzt. In diesem Zusammenhang kann in einigen Fällen auch ein chirurgischer Eingriff mittels Arthroskopie (Gelenkspieglung) zur weiteren Abklärung notwendig sein.
Für jedes Pferd wird nach Ermittlung der Lahmheitsursache eine individuelle Therapie zusammengestellt. Unsere Klinik bietet dafür moderne und erprobte Behandlungskonzepte an. Dazu gehören die Anwendungen von regenerativen Therapien, wie Stammzellen, PRP, ACP oder IRAP.
Rehabilitationsmaßnahmen wie Stoßwellentherapie oder Magnetfeldtherapie, aber auch Chiropraktik und Bewegungsprogramme stellen weitere Therapiemaßnahmen dar, In enger Zusammenarbeit mit dem Hufschmied begleiten wir therapeutische Anwendung von orthopädischen Spezialbeschlägen. In manchen Fällen muss die Lahmheitsursache auch chirurgisch angegangen werden, um für das Pferd ein optimales Ergebnis zu erreichen.
Hierfür steht die orthopädische Chirurgie einen weiteren Schwerpunkt unserer Tätigkeit dar.
Die Reproduktionsmedizin in unserer Klinik umfasst vor allem die stationäre zuchthygienische Betreuung von Stuten zur künstlichen Besamung mittels Frisch- und Tiefgefriersperma. Hierfür haben wir großräumige Boxen für Stuten mit Fohlen und entsprechende Paddockflächen.
Die Stuten werden für die Zeit der Besamung in unserer Klinik eingestallt und können nach Bedarf täglich auf das Paddock verbracht werden. Unsere Routinetätigkeit während eines Rossezyklus beinhaltet die tägliche Beobachtung des Rosseverhaltens der Stute, die gynäkologischen Untersuchung mittels transrektaler Ultraschalluntersuchung von Gebärmutter und Eierstöcke sowie die vaginale Untersuchung inkl. Samenübertragung. Die gynäkologische Ultraschalluntersuchung wird nach Bedarf auch mehrmals täglich durchgeführt. Dies ist insbesondere bei der Besamung mit Tiefgefriersperma notwendig. Wir kümmern uns um die Organisation der Frischsamenbestellung und haben darüber hinaus die vorübergehende Möglichkeit Tiefgefriersperma einzulagern. Idealerweise sollten die Stuten zu Beginn der Rosse bei uns in der Klinik vorgestellt werden.
Wir empfehlen die Entnahme einer Tupferprobe in der Rosse aus dem Zervix- bzw. Gebärmutterbereich, um etwaige pathogene Keime bzw. Sterilitätserreger festzustellen. Bei älteren Stuten oder Stuten die Probleme haben tragend zu werden, sollte zusätzlich eine Uterusbiopsie durchgeführt werden. Anhand dieser pathohistologischen Untersuchung kann eine Einteilung in unterschiedliche Fruchtbarkeitserwartungen erfolgen. Besteht zudem ein unregelmäßiger Rossezyklus oder zeigt die Stute Abweichungen in ihrem Verhalten, z.B. ein hengstiges Verhalten, so empfiehlt sich die Bestimmung verschiedener Hormonkonzentrationen aus dem Blut. Auch Rittigkeitsprobleme können auf eine Fehlfunktion der Eierstöcke zurückzuführen sein. Dafür können beispielsweise tumoröse Entartungen der Eierstöcke in Frage kommen. Eierstocktumore müssen in der Regel chirurgisch entfernt werden. In unserer Klinik können wir in der Regel über eine Laparoskopie in der Flanke den operativen Eingriff im Stehen durchführen.
Darüber hinaus haben wir uns auf die transvaginale endoskopische Entfernung mittels Hochfrequenz (HF) Chirurgie von Uteruszysten spezialisiert. Uteruszysten können einen Störfaktor bei der Implantation der befruchteten Eizelle darstellen und sollten in Abhängigkeit von Größe, Lage und Anzahl aus der Gebärmutter entfernt werden, um die Fruchtbarkeitschancen zu verbessern.
Weitere chirurgische Eingriffe wie Scheidenplastik bei mangelhaftem Schamschluss und -stellung können bei uns ebenfalls durchgeführt werden.
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